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Sonntag, 8. Mai 2016

AUF Fahrt! 2016

Mändu hatte zur traditionellen Auf Fahrt aufgerufen... und sie kamen in Scharren!

Ein Gruppe von 9 durchtrainierten Radfahrer hatte sich um 9 Uhr vor der Zentrale eingefunden und diskutierten eifrig ob der Eine oder andere Pass offen sei. Es ist schliesslich eine Auf Fahrt.

Schnell konnte man sich auf die Route des Organisationskomitee einigen: Glaubenberg-Ächerli.

Und so fuhr Päsci ganz seinem Pedigree entsprechend, also wie ein verspäteter Velokurier, Richtung Kriens-Renggloch voraus. In der Abfahrt nach Malters scheiterte der erste Fluchtversuch der nicht Bergfahrer ;-) So konnte die geschlossene Gruppe die Rengg in Angriff nehmen. Schnell fand jeder sein Rhytmus und es wurde in guter Stimmung hinaufgeradelt.

Diese Idylle wurde jedoch von einem üblen Vorfall getrübt... ich wurde Opfer eines "Chaingate"



Als mir unglücklicherweise die Kette vom Grossen Blatt absprang, fuhr die Gruppe und ins Besondere der Herr vom Mellow Johnny's einfach weiter! Eine hinterlistige Attacke so zu sagen...
Mit einem Einsatz von mindestens DREIHUNGERFÜNFZIGWATT konnte ich den Anschluss wieder herstellen. Der Empfang von Päsci war es jedoch wert:

"Eifach e mega geile Tag zom velofahre!!!"


Recht hast du...



Nach dem kurzen Halt auf der Rengg fuhr die Truppe weiter nach Finsterwald und dem Glaubenbergpass. Was soll ich sagen? Tolles Wetter mit wenig Verkehr, so lassen sich die Höhenmeter gerne gewinnen.



Auf der Passhöhe wartete auf uns jedoch die nicht ganz angenehme Brise. Deshalb entschieden wir uns für eine sofortige Abfahrt... zu mindestens ab Langis zusammen.

Patrick wollte trotzdem die Gruppe nach vorne verlassen und gab seinem Gaul die Sporren... @Patrick Quäle nie dein Rad so! Es rächt sich spätestens beim nächsten Pass wieder.

In Sarnen musste niemand für ein Cappuccino auf einer Terrasse gezwungen werden.



Und so kam es wie es kommen musste, der Ächerlipass folgte auf unserer Route.
Wie soll ich diesen Pass ohne Kraftausdrücke beschreiben? Boah, weiss es nicht und zitiere Patrick aus dem hinteren Teil des "Feldes" (wie ich): "Wieso tun wir uns das an?" Patrick, ich weiss immer noch nicht.

Aber wir fuhren halt weiter. Vielleicht um unsere Kameraden oben angekommen mit unserem Gesichtsausdruck zu amüsieren oder so...


Auf der sehr steilen Abfahrt nach Dallenwil kam die Rache des gequälten Gauls. Dieser verweigerte quitschend die Gefolgschaft. Dies zum Glück ohne Folgen für den Reiter.

Dallenwil, Stans, Hergiswil, Horw zack zack! Der Abschied war da (streng genommen hatten sich meine Beine bereits am Ächerli verabschiedet!)

Danke an die Jungs und Mädels. Tolle Truppe, tolles Wetter, gerne wieder!

Frank


Sonntag, 20. September 2015

King of The Mountain 2015: So soll es angeblich gewesen sein...

... irgendwie kann ich mich im Nachhinein an nichts mehr erinnern. 

Der auf 12:00 Uhr verschobene Start zugunsten einer besseren Konkurrenzsituation brachte nichts. Nachdem zuerst Beni Forfait geben musste (böse Zungen behaupten, sein Rasiergel sei ausgegangen), entschuldigte sich am Samstagmorgen auch noch die Zuger Geheimwaffe Aeby (das gibt noch ein Reklamationsschreiben an Ueli, geht ja gar nicht). Somit war die Ausgangslage klar, der bis anhin zweimalige Sieger Jens ging als haushoher Favorit ins Rennen um das neu aufgepimpte Hirschgeweih. Doch zur grossen Freude aller gesellten sich wider erwarten drei weitere Athleten zum munteren Trüppchen: Päsci, Dani und Peter. Und der zweitgenannte Dani, das wusste der Titelverteidiger, das würde eine harte Knacknuss werden. Das war dann auch der Grund, weshalb die Kadenz das ganz schön leichte Rennvelo von Jens nicht ausleihen konnte, denn der wollte auf sicher gehen, damit ihm das Hirschgeweih nicht durch die Lappen geht:



Und so gestaltete sich die Startliste wiefolgt:

1) Die Kadenz
2) Peter
3) Frank
4) Päsci
5) Igi
6) Dave
7) Dani
8) Jens





Also, los ging es und im Abstand von je einer Minute startete das wohl härteste Einzel-Bergzeitfahren, dass die Rennvelo-Gilde kennt.

Zum Rennen selber sei nur soviel gesagt (eben, die Erinnerungen daran sind sehr schwammig), dass sich eine tolle schwarz/weiss/orange Perlenkette mit Luzerner Bier und Velo Muff Trikots sich den Berg hochquälte. Und ja, im Wissen um die das tolle Ambiente im Ziel schafften es alle, den Berg abermals zu bezwingen. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die tolle Unterstützung der Familien Am Rhyn und Achermann!

Bei der Zieleinfahrt konnte die Fangemeinde der IG dann auch verschiedene akustische, farbliche (im Gesicht) und anderweitige Eigenheiten der Fahrer entdecken:



























Nachdem alle wieder richtig durchgeatmet, sich bei den Fans bedankt und die einen oder anderen Erlebnisse ausgetauscht hatten, ging es dann noch zum gemütlichen Teil über, mit einer schönen Abfahrt nach Malters und noch hoch nach Hellbühl.





Hier die Rangliste des King of The Mountain 2015:


1) Jens 14'00''
2) Dani 14'50''
3) Dave 16'16''
4) Die Kadenz 18'32''
5) Igi 19'59''
6) Päsci 20'16''
7) Peter 20'18''
8) Frank 20'29''

Bei Kaffee und Kuchen konnte Jens somit das dritte Mal in Folge den Wanderpokal in Empfang nehmen.



Nun ja, es war wiederum sehr schön, herzlichen Dank für die rege Teilnahme.. die Ausschreibung für den King of The Mountain 2016 folgt bestimmt!

... und da gäbe es noch ein Fazit, welches aus dem diesjährigen Anlasse gezogen wurde:

Fazit: Aufgrund der anhaltenden Dominanz von Jens hat das Organisationskomitee folgende Regeländerung beschlossen:

Der Sieger muss bei der Verteidigung des Titels "King of The Mountain" den Wanderpokal während des Rennens auf Mann tragen. Es ist dem Sieger erlaubt, entsprechende Modifikationen am Wanderpokal vorzunehmen


Mittwoch, 29. Juli 2015

Engadin Radmarathon 2015



Nach der Seeland Classic hatte ich Lust auf ein längeres Rennen und nachdem die Wiederholung der letztjährigen Salzkammertrophy aus bekannten Gründen nicht in Frage kam, viel die Wahl auf den Engadin Radmarathon. Nicht ganz so lang wie die Trophy, aber immer noch ein kleines langes Abenteuer.  


Bei wunderschönem Sommerwetter kam ich am Sonnabend um 18 Uhr in Zernez an und nach der obligatorischen Pastaparty und der Montage der Startnummer hiess es noch gemütlich die 17 km nach Scoul zum Hotel zu fahren. Ich genoss die Fahrt im faszinierenden Engadiner Licht und ging früh schlafen. Am nächsten Morgen fand ich den Weg zum Startblock nicht gleich und so stand ich wieder viel zu weit hinten.  Anfängerfehler grgrr. So war das erste Tagesziel schon gesteckt und nach dem Startschuss versuchte ich im Aufstieg zum Ofaspin die 150 Fahrer  vor mir zu  überholen. Das Vorhaben gelang, aber wie auf dem Foto zu sehen musste ich schon ein paar Körner liegen lassen.
Sollte sich das am Albula rächen?


Engadin Radmarathon/marathon-photos.com


Das Tempo blieb auch nach der ersten Bergkuppe hoch und bald war der Tunnel erreicht. Ich war froh als wir wieder Tageslicht zu sehen bekamen und erstaunlicher Weise bildete sich nach einigen hektischen Kilometern eine etwa 40 köpfige Gruppe. 

Engadin Radmarathon/marathon-photos.com


Die Rennleitung informierte uns vom Auto aus, dass wir drei Minuten Rückstand  auf drei Ausreisser hatten. Nach Livigno ging es dann schon wieder zur Sache und die Gruppe blieb mehr oder weniger kompakt. Auch nach der kurzen Abfahrt  hiess es sofort wieder am Hinterrad dranbleiben. Am Berg trennte sich die Spreu vom Weizen. Ich befand mich irgendwo dazwischen und mit Schrecken sah ich, dass alle Fahrer vor mir von Betreuern Bidons und Gels gereicht bekamen. 

Engadin Radmarathon/marathon-photos.com

Als auch an der Passhöhe keine Verpflegungsstation zu sehen war ahnte ich Böses. Und ja, die sogenannte Labestation befand sich etwa 300 m nach der Kuppe mitten in der beginnenden Abfahrt.  Um wenigstens eine Chance auf den Anschluss  zu haben, liess ich die Isotankstelle links liegen und mit der Hilfe von ein paar Mitstreitern gelang der Zusammenschluss zur nun 18 köpfige Verfolgergruppe noch vor dem Flachstück in Samenden. Phasenweise bildete sich ein schöner belgischer Kreisel und das Auto der Rennleitung und die Motoräder sorgten für echte Rennstimmung. 6 Kilometer vor Zernez war dann klar, welche Fahrer bald die kleine Runde beenden würden. Ich ging die Attacken halbherzig mit der Idee mit, in Zernez als erster an der Labestation zu sein. Trotz einiger Sekunden Vorsprung verlor ich beim Bidonfüllen die Gruppe aus den Augen und bei Puls 180 musste ich das Loch im Flachstück zum Flüele zufahren. Kaum war der Puls unten begann die Steigung und wieder war ich irgendwo zwischen Spreu und Weizen. 

Im langen Anstieg verlor sowohl den Überblick als auch den Anschluss an die ganz schnellen Bergflöhe.  Es muss am Laktat gelegen haben, dass ich mir einbildete zwei sehr bekannte Luzerner Kuriere in Gegenrichtung fahren zu sehen… wart ihr wirlich da??  Die Abfahrt nahm ich dann  alleine in Angriff. Mit 50x11 war es eine Frage der Zeit bis ich von hinten aufgerollt wurde, aber dank einem sehr netten und starkem Mittschreiter  ging es gut voran.  Bis zum Fuss vom  Albula hatte sich wieder eine kleine Gruppe gebildet wobei er Füllstand meiner Trinkflaschen ähnlich wie die Energie in meine Beinen mehr und mehr abnahm. 
Klar war, dass ich die letzte Labestation vor dem Aufstieg aufsuchen musste und leider war damit auch die Gruppe weg. 


Nach etwa 1000 hm Aufstieg könnte ich nun schreiben, dass  ein aktiver Kurierfahrer aus St. Gallen an mir vorbei fuhr und und wir ein Schwätzchen hielten. In Wahrheit  wechselten wir 6 oder 7 nette Worte und er flog förmlich an mir vorbei. Ich war etwas demoralisiert und dachte, dass das jetzt eben der Unterschied zwischen Velokurier-Opa und knackigen Kurierbeinen sei.  Auf der Passhöhe  freute ich mich wie über Weihnachten und Geburi zusammen auf die Abfahrt, wobei sturmartige Böen schnelle Tempi  verhinderten. Zum Glück kam der Wind auf den letzten fast flachen  20 km dann von hinten und ich flog alleine, aber mit 50 Sachen Zernez entgegen . Auf der Höhe von Scoul kam dann ein ganz schneller Zug angerasst und ich wusste nicht, ob ich mich über eine schlechtere Platzierung  ärgern oder über einen schnelleren Schnitt freuen sollte. Ich beschloss positiv zu bleiben und im Schlussspurt konnte ich sogar einigermassen mithalten und konnte kaum glauben, dass ich nach 6 Stunden und 40 Minuten im Ziel war.  Herzliche Gratulation auch an den anderen IGWler. Leider blieb keine Zeit, um auf die super Zeiten anzustossen.



PS: Meine kurzzeitige schlechte Moral am Albula war übrigens wie verflogen, als ich nach dem Rennen erfuhr, dass es  auch eine Staffelwertung  gab. Dem Erfinder der Wortschöpfung "Velokurier-Opa" schlage ich also vor im nächstes Jahr den Engadin Radmarathon zu fahren. Gerne auch als Staffelteilnehmer. ;-)

Freitag, 29. Mai 2015

AUF-Fahrt: Ein Fotoblog

Bei der Abfahrt vom Pragel hat es mir beim Anblick des Klöntalersee's die Sprache verschlagen. Darum hier einige Foto's unserer tollen AUF-Fahrt:

 

 


 


 


 


 
 






Sonntag, 17. Mai 2015

Zugerberg Classic 2015

Da habe ich mich doch tatsächlich für dieses 25 Kilometer Hügel hoch und runter und wieder hoch Rennen mit dicken Pneus überreden lassen. Der Anfang, als es gerades aus und runter ging, war ja noch lustig, aber nach gefühlten 20 Kilometer bergauf fahren, ging mir «de Lade abe» als ich in der Ferne erst das 10 Km Schild entdeckte. Aber an aufgeben war da nicht zu denken, ich habe ja schliesslich Geld bezahlt, damit ich bei schönstem Regenwetter nach Atem ringend und brennenden Beinen die Hügel hoch und runter strampeln kann. 



Aber dass Jens und Roman schon über alle Hügel und Wuzeln waren, und wir doch als Team IG Windschatten angetreten sind, stresste mich schon ein bisschen, weil ich nicht unbedingt einen Bremsklotz sein wollte. Diese Gedanken liessen meine Beine bei den Tragepassagen wieder schneller die Treppen hoch, durch den Matsch rennen und auf mein Rad hüpfen um weiter zu strampeln.

Jens und Roman habe ich nur im Startbereich von hinten gesehen, dann waren die beiden weg und mussten im Ziel auf mich warten. Wenn sie es nicht so eilig gehabt hätten, diese Hügel hoch zu flitzen, hätten sie im Ziel nicht so lange auf mich warten und dabei frieren müssen.
  




Das Wetter war von oben, unten, hinten und vorne nass und ein paar Happen Dreck konnte man auch noch zu sich nehmen, wenn man wollte. Ich habs ja gerne, wenn man ein bisschen dreckig wird beim Fahrrad fahren, aber so richtig braun und schlammig sind wir leider nicht geworden, ein bisschen schon, aber da wäre in meinen Augen noch mehr gegangen. In der Team Wertung haben wir den siebten Rang erreicht, hätte es aber eine separate Mixed Team Wertung gegeben, dann wären wir als Sieger hervorgegangen.



Vielleicht nächstes Jahr. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei, und dann hoffentlich schneller. Spass hat es auf alle Fälle gemacht, obwohl ich doch ein bisschen lieber die Hügel runter sause ;-)

Die Resultate sind unter folgendem Link zu finden: www.zugerberg-classic.ch

Eri

Samstag, 9. Mai 2015

Seeland Classic



Inspiriert vom letztjährigen Blogbericht wollte ich dieses Jahr auch an die Seeland Classic. 
Nach der Anreise rächte sich die mangelnde Lektüre der Startinfos und ich wäre fast zu spät zum Start des Rennens der U10 Kategorie gekommen. Näheres dazu gerne bei einer Ausfahrt.
10 Minuten vor dem Startschuss  stand ich dann aufgeregt  im Feld und während ich mir Gedanken zur Gangwahl machte dämmerte mir, dass ich viel zu weit hinten stand. Dann ging's auch schon los und während der 3 neutralisierten Kilometern war an ein Überholen im Feld nicht zu denken. Nachdem das Rennen endlich freigegeben war und es endlich etwas bergauf ging kam ich auch endlich etwas vorwärts. Bei der ersten Rampe nach 8 Kilometern bildeten sich langsam Gruppen und ich konnte mir die zweite Gruppe gerade noch schnappen. Nach dem Bergpreis hiess es dann weitertrampen und ich konnte ein paar Mitfahrer motivieren das Loch zur Spitzengruppe zuzufahren. Wir überholten die offiziellen Begleitautos am Ende der ersten Gruppe und hatten alle sichtlich Spass und Cancellara in Sichtweite zu haben liess einen innerlich lächeln.
Die Abfahrt war einfacher als gedacht und Jensis musste nur ein paar mal nach Kurven einen extra Effort erbringen, um das jeweilige Hinterrad zu halten. Lyss kam schon wieder in Sichtweite und in der grossen ersten Gruppe ging es auf die zweite Runde.
In der dritten Runde ging ich die Anfahrt zum Frienisberg etwas zu zaghaft an und so verpasste ich leider die Spitze. Mit dem Mut der Verzweiflung wollte ich das Loch vor der Rampe zufahren und nachdem niemand meinem Windschatten folgte, bekam ich sogar ein eigenes Begleitmotorad.
Es reicht aber nicht ganz und so war ich zwar ganz vorne in der zweiten Gruppe am Bergpreis, aber wer das Höhenprofil kennt weiss, dass das nicht viel wert ist. Meine Abfahrtsqualitäten sind in der IG Windschatten mehr berüchtigt als berühmt und so konzentrierte ich mich die letzten 10 km eher aufs sicher ins Ziel kommen. In 2.39 Stunden war ich glücklich im Ziel.