Freitag, 4. März 2011

Mallorca Tag 7

Endlich! Sonne! Als wir um 8 Uhr aufstehen werden wir tatsächlich von der Sonne begrüsst. Dies bekräftigt uns die Traumontana Berge (ich lasse jetzt die Wortspiele) weiter zu erkunden und keine ärztliche Mission anzugehen.

Jedoch zuerst wird wie gehabt das Buffet leer gegessen. Gäll Päsci? Dann gemütlich vorbereitet... Nach meinem "Übernachtplatten" hat nun Päsci's Hobel einen Schleicher. Ohne Reparatur und nur mit Luftnachschub starten wir unsere Tour (ist das eine gute Idee?).

Die Richtung heisst Soller! Nach ca. 20 km stellt sich uns der erste Pass in den Weg. Und wie könnte der Pass heissen? Ja, richtig! Coll de Soller... Ein richtiges Prachtstück für uns nicht Bergfahrer. Angenehme Steigung und eine Unmenge von Haarnadelkurven. Mir wurde fast schwindlig (ist ja klar bei einer Geschwindigkeit von mehr als 35 km/h).



Oben angekommen stellen wir fest, dass wir gar nichts zusätzliches anziehen können. Die Sonne am Morgen hat uns etwas euphorisch gestimmt. Nun geht es halt auf die tolle und kalte Abfahrt nach dem sagenumwobenem Soller. Ein wirklich schönes Dörfchen mit imposante Kirche und eine alte Bahn, welche mitten durchs Dorf führt.

Soviel zum Sight Seeing, jedoch jetzt zurück zum radeln. Unser Bunga-Bunga des Tages wartet! Das Highlight quasi. Wir nehmen den höchsten Pass der Insel in Angrif, der Puig Marjor. Das heisst für uns über 900 HöM am Stück hoch. Zu Beginn der Saison ein ganz schöner Happen. Jedoch für uns ist dies auch kein Problem. Schön im eigenen Rhytmus (so ca. mit 350 Watt, dixi deutschem Radgenosse) passt das ganz gut. Ein Passhöhe gibts irgenwie nicht oder wir haben diese Verpasst. Deshalb haben wir den "Gipfelhalt" nach Gefühl gemacht.



Yipee! Hinein in die Abfahrt! Wunderbare Fahrt mit zwei Stauseeen rechts im Blickfeld. Weiter ins zweite Tunnel. Hatte ich nicht erwähnt, dass wir knapp vor der "Passhöhe" bereits ein spanisches, schwarzes Loch passieren mussten (mit schwarz meine ich schwarz!) Also weiter zum zweiten Tunnel... Da ist ja eine Ampel! Und erst noch auf Rot. Prima, lass uns was schönes knippsen!



So nun rein ins zweite schwarze Loch (unser Bunga-Bunga ist doch schon vorbei?) und runter bis zur Kreuzung zu Sa Calobra. Zu diesem Dorf an der Küste führe die schönste Strasse von Mallorca. Da war unser Interesse geweckt. Also wieder ca. 200 HöM hoch zum Coll de Reis und etwas runter und dann... der Hammer!




Die Worte fehlen mir schlicht weg... Die Kraft wahrscheinlich auch. Deshalb haben wir die Abfahrt nach Sa Calobra (Sackgasse) nicht fortgeführt und sind zurück zum Coll de Reis und weiter runter nach Inca.

In Inca haben wir ein kleiner Sandwich-Halt (lecker!) gemacht und sind ziemlich direkt und mit schön viel Druck auf der Kette zurück nach Palma.

Tourfacts: 130 km / 2030 HöM und das Gedächnis voller Eindrücke


Geile Tour!!!

Frank 16.11

Donnerstag, 3. März 2011

Mallorca Tag 6

Ein weiterer Tag in der Mission unser Arzt E.F. zu finden. Heute gehen wir nach einer neuen Strategie vor: Wir lassen Hürzeler links liegen und begeben uns direkt ins Landesinnere. Der erste Teil der Tour nach Sineu (via Santa Maria und Sencelles) war eher unspektakulär. Einzig der angekündigte Regen liess noch auf sich warten, was unsere Stimmung merklich hob.


Den ersten Höhepunkt fanden wir in einem Landhaus irgendwo zwischen Sineu und Inca. Mr. Fuentes war zwar nicht zu Hause, aber wir wurden von einem Rudel Hunde freudig (?) begrüsst. Sorry, Gregi, wir werden wohl auch dieses Jahr mit leeren Händen heimkommen und deinen Auftrag nicht zufriedenstellend erledigen können.




Unverrichteter Dinge kurbelten wir weiter über verlassene Landstrassen und angenehme Landschaften. Die Strecke Inca-Lloseta-Alarò-Santa Maria hatte landschaftliche viel zu bieten. Dennoch mussten wir feststellen, dass es auch in Mallorca schneien kann (wenn auch nur ganz oben in den Bergen).

 

Highlight des Tages war die Sonne, welche es schaffte, sich etwa eine Stunde zu zeigen. Frank genoss diesen Umstand sichtlich.


Tourdaten: 110km / 830hm / fast nur vom schwitzen nass


Päsci 22.12


Mittwoch, 2. März 2011

Mallorca Tag 5

Na, ja! Was sollen zwei müde Radfahrer auf Mallorca an einem Ruhetag anstellen? An einem Tag an welchem Dauerregen angegeben wurde.

Ausschlafen ist schon mal ein sehr guter Anfang. Ausgiebig Essen anschliessend auch top. Und jetzt kommt es wie es kommen sollte: Ohne unsere Radl geht schon mal gar nichts...


Die starken Winde und das viele Regen haben die Strassen in Dreckpisten verwandelt und unsere treuen Begleiter komplett verschandet. 150 km mit Sand im Getriebe (im wahrsten Sinn des Wortes!) sind kein Schlecken. Auch bin ich überrascht, dass wir überhaupt noch Farbe an den Rahmen haben trotz dem Dauersandstrahlen. Dies haben wir in einer kurzen Aktion behoben.

Meister Proper!


Danach haben wir uns wieder der Mission "Finde Nemo"... öö No, que passa! Finde Eufemio! Konsequent und furchtlos haben wir uns der anderen Welt zugewandt und die Indoor-Sportler aufgesucht! Bereits vor dem Betreten der parallelen Welt wurden wir in unserer Annahme bestätigt. Ein sehr dubioses Geschäft, welches allem Anschein nach ausschliesslich vom Protein Verkauf bestehen kann. Kann man nebst 5 kg Wey-Protein auch etwas "Extra-Blut" kaufen?



Nein! Man will auch nichts von einem Eufemio wissen. Ab zum Fitness-First! An der Kasse werden wir nach Abgabe von 15 Euro  hineingelassen und ... Nichts, gar niemand kann oder will uns helfen.
Was bleibt uns da anderes übrig als das zu tun was wir bestimmt können.



Um diese erneute Entäuschung verkraften zu können, haben wir uns danach nur uns selbst zugewandt und gut gegessen, DVD geschaut und auf der faulen Haut gelegen. Wunderbar!

Morgen gehts dann wieder auf die Hobel zurück... Yeah oder Autsch?

Frank 16.11

Dienstag, 1. März 2011

Mallorca Tag 4

Gestartet wurde (wie immer) mit dem traditionellen Frühstücks Buffet. Heute soll der einzige Tag in unserem Trainigslager sein, an welchem wir laut Prognose vom Regen verschont bleiben sollen. So stiegen wir lachend auf unsere Räder, um uns auf die Suche nach dieser Sonne zu machen. Doch das Lachen sollte uns schnell vergehen.



 Die ersten 10 km absolvierten wir wie gewohnt auf dem 15 h/km-Palma-durchquerender-zick-zack-Radweg, vorbei bei Max Hürzeler (welcher immer noch nichts von einem Arzt wissen will). Und, oh Wunder, es beginnt zu Regnen. Und es zieht Wind auf, starker Wind.


Dieser hat den Vorteil, dass er die Regenwolken verziehen lässt und wir das zum ersten Mal die Sonne sehen sowie den Nachteil, dass er aus der Gegend kommt, in die wir hinwollen. So pedalen wir von S’Arenal westwärts via Son Gual (Gegenwind) und Algaida (Gegenwind) nach Montuïri (immer noch Gegenwind). Mit 15h/km (wegen Gegenwind) quälen wir uns nach Petra und von dort aus im Schneckentempo durch eine wunderschöne einsame Gegend.


Der einzige „Gümmeler“ welcher wir sehen, ist ein Profi aus dem HTC Columbia Team, welchem der Gegendwind egal ist (er überholt uns ohne mit der Wimper zu zucken). Nach sagenhaften fünfeinhalb Stunden erreichen wir endlich die stürmische See von Son Serra de Marina am anderen Ende der Insel.


Den Rückweg schaffen wir (dank Rückenwind) in zweieinhalb Stunden und kommen nach einem doch noch sonnigen Tag zufrieden in unserem Hotel an.

Tourdaten genau 150 km / ungefähr 1200 hm / Gegenwindsaldo für die nächsten 10 Jahre



Päsci 22.12

Montag, 28. Februar 2011

Mallorca Tag 3

Nachdem wir uns gestern dem flacheren Teil der Insel widmeten führten wir uns heute einige Pässe zu Gemühte. Die geplante Tour (Guide war Franks nigelnagelneues GPS-Gerät) sollte uns über 111 km und 1300 hm in eine der schönsten Gegenden Mallorcas führen. Startpunkt war einmal mehr S’Areal (Gruss an Max uns sein Arzt) am anderen Ende von Palma. Die ersten 35 km nutzten wir, um uns im flacheren Teil aufzuwärmen.


Von S’Esgleieta führte uns die Strasse durch eine enge Schlucht mit eigenartigen Felsformationen hinauf in das malerische Dörfchen Valldemossa. Die kalte 4C und der einsetzende Regen veranlassten uns dort ein Café und ein Stück Kuchen zu genehmigen.



Nun begann der attraktive Teil der Tour. Die Strasse (und Franks Navi) führten uns in den nächsten rund 60 km entlang der nordöstlichen Steilküste über mehrere kleine Pässe und durch malerische Dörfern. Durch Kiefernwälder, enge Serpentienen und entlang senkrecht abfallenden Klippen und diversen Aussichtspunkten nach Andratx.



Laut Tourenbeschrieb sollte es jetzt nur noch Katzensprung sein.
Der wieder einsetzende Regen und die rückkehrende Kälte nagte an unserer Motivation.



Franks Navi führte uns über weitere 20 km und zusätzlichen 300 hm über retour ins Hotel, wo wir die warme Dusche genossen wie schon lange nicht mehr.

Tourdaten: 130km / 1800 hm



Päsci 22.12








Sonntag, 27. Februar 2011

Mallorca Tag 2

Nach ausgiebigem Morgenessen vom Top-Buffet sind wir in unseren wunderschönen und noch trockenen Radklammotten eingestiegen. Im Auftrag von Gregi La Pedale haben wir uns auf den Weg gemacht, um Eufemio F. (Name der Redaktion bekannt) zu finden.


Die erste Prüfung bestand darin ein vernünftiger Weg aus Palma zu finden. Mit etlichen zig-zag Umwege haben wir das Meer und den Radweg gefunden. Toll! Ein Radweg mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 15 km/h... Dieser hat uns nach Arenal (bereits deutsches Staatsgebiet) geführt. Eine Nachfrage dort bei Max Hürzeler ob Doktor F. hier sei, wurde uns abschlägig beantwortet. Ihr Motto sei Karbon statt Kondition! Weiter Richtung Cap Blanc schöpften wir wieder Hoffnung. Ein Radrennen war im Gang... So mit Profis und das ganze Drumherum. Unsere Chance? Bild Päsci Diese einfältigen Radprofis sind einfach an uns vorbei gerauscht ohne uns ein Tip abzugeben. Frechheit! Als weiter nach Cala Pi und Llucomajor.


Dort haben haben wir unser Auftrag etwas aus dem Focus gerückt, da wir das dringende Bedürfniss hatten dem Regen zu entfliehen :-(( Kaffee und Capuccino vermögen zwar etwas aufzuwärmen, bringen jedoch der Orientierung nichts.


Von Llucomajor sind wir auf direktem Weg retour nach Palma und Gregi kann uns in die Schuhe blasen (vielleicht werden diese dadurch trocken?!) wahrscheinlich werden wir etwas aus Karbon mitbringen müssen...

Tourfacts: 101 km / 650 HöM / 200 Liter in den Schuhen


Am Abend wurden wir beim Schlendern durch die Gassen (nein wir haben kein Doktor gesucht) durch ein sehr grossen Markt überrascht. Interessant, laut und voller Leute!


Auf dem Nachhauseweg hatten wir wir Glückstreffer mit Retaurant. Das Essen war lecker und Päsci Aldi konnte sich über die Gayszene Mallorcas informieren.

Buenas Noches!
Frank 16.11