Montag, 2. Juni 2014

Etwas Höhenluft am Sonntag


Was gibt es schöneres, als am Sonntag mit dem Fahrrad etwas Höhenluft zu schnuppern? Gesagt, getan, wagte sich also eine bunte 4er-Truppe auf ein wenig coupiertes Ausfährtchen. Nach dem Start in Horw wurden wir unserem Vereinsmotto bereits treu und nutzen die stählernen, breiten Rücken der anderen Furchtlosen, um im Windschatten den Stundenschnitt bereits sehr hoch anzulegen – vielleicht im Wissen, dass dieser schon bald torpediert würde?

Wie auch immer, bereits in Sarnen ging dann das Radfahren richtig los. Der Glaubenberg, ein Hühne von Berg. Wer diesen auf die leichte Schulter nehmen möchte, darf sich gleich am Fusse zu messen versuchen. Denn kurz nach der Tafel „Glaubenbergpass offen“ steigts ungnädig an. Kein Problem für die erfahrenen Kuriere, die einfach der Nase nach fahren und die Höhenluft suchen. Wobei hier der eine oder andere durch das eigentlich unnötige Salz im Schweiss gestört wird – es scheint in den Augen höllisch zu brennen und schwächt den Geruchssinn der Nase etwas. Oben angekommen wird etwas die Wirtschaft angekurbelt – die sonst so verhassten (weil konsum-unfreudigen) Rennradfahrer gönnen sich Nussgipfel und Rivella grün – wobei Moment mal, Rivella grün ist hier oben noch gar nicht angekommen. Mist. Naja, dann gibt’s eben ein blaues. Das hat ja auch Zucker drin, oder so.

Dann die tolle, lange Abfahrt nach Entlebuch. Apropos toll: es ist Sonntag, und toll ist in dem Sinne sonntäglich zu verstehen, d.h. wir sind nicht die einzigen auf der Strasse. Am Sonntag haben auch jene Leute frei, die gerne auf der Strasse ihre Freizeit geniessen (und je grösser das Vehikel, desto besser), da am Sonntag auf den Strassen ja Tempo 20 gilt. Aber rücksichtsvoll wie wir sind, ist dies ja kein Problem. Auch für uns gilt Höchstgeschwindigkeit 20, allerdings bergauf. Das durften wir denn auch schon bald wieder zeigen, der Glaubenbühlenpass sollte uns ein zweites Mal Höhenluft bringen. Auch wenn uns Traumrad-Franky mit seinen Gigathlon-Geschichten von ebendiesem Pass etwas einzuschüchtern versuchte und andere Fahrer Stundenschnitt-Einbrüche bei Steigungen von über 5% prophezeiten, kurbelten wir brav der Passhöhe entgegen, wo Bergfloh Jensis schon wartete. 


Apropos Jensis: der lausige Profi, der diesen Namen kürzlich auch wählte, ist zu bemitleiden, denn unser Jensis wird schon lange so genannt. Dass auf dieser Ausfahrt daraus zeitweise Bensis daraus wurde, mag aufgrund der akuten, ischämischen Hypoxie des Cerebrums bei Maximalleistung in den Bergen kaum jemanden erstaunen. Wetten, dass sich die 4 waghalsigen Kurbelweltmeister heute gar nicht mehr daran erinnern... Wir haben halt nur 6 Liter Blut, und die werden in den Beinen benötigt – bergauf zumindest. Oder zum schwitzen. Oder trotzdem zum labern. Verdammter Trainingseffekt.

Nun dann, bei guter Sauerstoffversorgung geht’s weiter nach Giswil, wo wir auf der Abfahrt den Fahrkünste der Sonntagsfahrer nachäugten. Liebe Mobiliar, liebe Suva, ich hätte da eine Idee für eine neue Präventivkampagne... Gesund und munter im Tal angekommen rollte die Bande zurück zum Start.

Eine tolle Runde wars, viel Schweiss geflossen, die Zufriedenheit dementsprechend hoch. Zum Schluss darf die Statistik noch ihren Segen geben: rund 130km, 2500 Höhenmeter, 23'000 Kurbelumdrehungen und 5 Stunden Po wund sitzen.

Alles klar? Na dann, gute Woche. (13.12.)


Sonntag, 25. Mai 2014

Ich weiss warum ich schneller war ...

... auf meiner Rolle gehts leicht bergab!

 Vielen Dank fürs mitstrampeln, war nen heidenspass (trotz der Verlängerung).



Montag, 19. Mai 2014

The Hill - Eliminator

Nun gut, so sollte es sein. Am ersten wirklich warmen Frühlingstag 2014 traf sich eine stattliche Anzahl testosterongesteuerter Wadenbeisser am Fusse der Hochbühlstrasse. Der Hilliminator 2014, 60 Höhenmeter auf 300 Meter, stand auf dem Programm... ein Bergsprint, zuerst einmal in der Qualifikation hoch und dann im Eliminator..


Mitten in der Truppe der Wagemutigen standen da zwei in netten schwarz/weissen Trikots.. leider nur zwei, aber das ist ein andere Geschichte..

Die Qualifikation überstanden die beiden souverän, auch wenn die Siegerzeit, welche unter einer Minute gestoppt wurde, ins Land des Wunschdenkens gehört.

Kurz ausrollen, Laktat raus, neue Kraft rein, etwas trinken, wieder einfahren und schon stand der Achtelfinal auf dem Programm. Zuerst kam die Nummer 10 dran, dem man aufgrund seiner Kadenz gewisse Sprintfähigkeiten nachsagt. Leider nützte ihm das am Beginn nichts, haute es ihn am Start doch gleich aus beiden Pedalen… und pffff, die Konkurrenz pfiff davon. Haha, dachte sich die Nummer 10, klickte erst Rechts ein, dann noch Links, startete gleich einen Spurt und beendete die Serie dann doch noch als Erster.. das ging ja grad noch mal glatt dachte man sich da….

Als zweiter der SchwarzWeissen startete die Nummer 20… dem man ja auch gewisse Bergfahrer Qualitäten nachsagt… Resultat: Sieger der Achtelfinalserie ohne besondere Vorkommnisse!

Viertelfinal für die Startnummer 10, die nächste Runde, 3 neue Gegner, 2 gleiche Pedalen, 1 gleiche Strecke. Ha, das passiert mir nicht noch mal, dachte sich der Teilnehmer, klickte nach dem Startsignal vorsichtig ein, pfiff davon und bog als Erster der Serie in die Schlusssteigung ein… das ist ja easy, die Wadenbeisser sind ja gar nicht so wadenbeissig!! „Und da, ein technischer Defekt“ hörte der Teilnehmende den Speaker kurz nachdem er diesen Defekt in nächster Nähe selbst akustisch wahrzunehmen hatte. Im steilsten Stück gelang es leider nicht mehr, die ausgeklickte linke Pedale wieder einzuklicken, woraufhin die bis anhin zurückliegenden Konkurrenten mühelos die Ränge 1-3 abholen konnten… Das war’s dann mit der Startnummer 10…



Aber, das war’s nicht mit den SchwarzWeissen, da war ja noch die Geheimwaffe mit der Startnummer 20 unterwegs. Angefeuert durch die angesäuerte Startnummer 10 gewann die Startnummer 20 souverän sowohl das Viertel- als auch das Halbfinale in äusserst kurzen Abständen mit praktisch null Regenerationszeit..







Das Finale, da wartete eben dieser Qualifikationssieger, welcher in der Quali unter einer Minute blieb… Unsere Startnummer 20 blieb dran, biss dem Qualisieger beinahe in die Wade, kämpfte, hatte noch Luft für einen Spruch unterwegs, zerrte am Lenker, wippte nach Links, wippte nach Rechts,… und beendete den Hilliminator 2014 auf dem grossartigen 2 Platz!!!!




Die IG Windschatten gratuliert Jens zu dem hervorragenden zweiten Platz in einem starken Feld.

Für das Jahr 2015 folgt hier gleich ein Aufgebot: SchwarzWeisse, meldet euch an, dass eine Wand von IG Windschatten Fahrern den Wadenbeissern das Fürchten lehrt!!



Sonntag, 18. Mai 2014

Seeland Classic 2014

Endlich Frühling und mein erste Rennen steht an. Mein Velo ist brandneu und top in Schuss. Meine Motivation entsprechend um so stärker...



Also stand ich im Startbereich der Seeland Classic als mir nichts, dir nichts der Zugang zum Start freigegeben wird. Boah! Schnell schnell einreihen! Da sind viele die mitfahren, ja sogar Mädels fahren da mit. Auf jeden Fall habe ich bereits das Einstehen verpennt und muss mich ziemlich weit hinten einreihen. Passt schon, die nehme ich mir in der ersten Kurve vor...

Peng! Fabian Cancellara persönlich gibt den Startschuss, was ich sehr cool finde. Er ist ja für mich so was wie meine Festgrösse im Radsport. Fährt er mit? Nein? Dann zappe ich weg!


Auf jeden Fall: Start! Ich trete voll in die Pedale und die mit voller Kadenz. Schalten!? Okay, soll auf die 4 oder gar auf die 3 schalten? Das ist schon kompliziert! Weiter links, rechts überholen... hat der echt ein Gepäckträger am Velo? Vor der nächsten Kurve sauber anbremsten, schalten 5 oder 4. Wieder in die Pedale. Ja, das läuft jetzt prima. Wieder überholen ganz links. Toll ein Bagger gegenüber... ähh, schalten, treten und überholen. Rein in die Kurve und zum letzten schalten auf die 2! Hopp, hopp rufen alle. Sie rufen mir tatsächlich zu! Das gefällt mir sehr. Ich trete um so harter rein und überhole noch ein letzter Fahrer vor der Zielline. Ja, das hat schon Spass gemacht!

Papa, der danach auch noch ein Rennen fahren will, ist mächtig stolz auf mich!

Dienstag, 13. Mai 2014

Das Michaelskreuz ruft - das Gewinnspiel

Dieser Blogbeitrag hat zum Ziel, die Seite wieder mit etwas Leben zu füllen. Was wäre  da besser geeignet als ein Gewinnspiel. Mehr dazu später im Text. (Sonst würde ja niemand die nächsten Zeilen lesen)
Der Hilliminator steht bekanntlich vor der Tür und als letztes hartes Training bin ich meine Hausbergstrecke gefahren. Das ist bekanntlich der Klassiker Root-Michaelskreuz und bezeichnender Weise findet dort die erste Etappe der Zuger-Trophy statt. So lies ich es mir nicht nehmen meine Zeit per Stempelkarte zu stoppen.



Und damit wären wir auch schon beim Gewinnspiel. Alle IG Windschättler dürfen meine Zeit schätzen und wer am nächsten dran ist gewinnt eine strahlend weisses Lenkerband aus meiner Velokiste im Keller. Beeilt euch, denn tippen ist natürlich nur solange erlaubt, bis die Zeit auf http://www.zuger-trophy.ch./content/rangliste/index.html veröffentlicht ist.



Die Zeit stimmt mich für den Hilliminator zuversichtlich und bei der Zuger-Trophy ist die IG Windschatten jetzt immerhin einmal repräsentiert. Die Zuger-Trophy am Michaelskreuz läuft übrigens noch bis Sonntag und ich erwarte mindestens einige Angriffe auf meine Bestzeit seitens der Windschättler. Die Aussrede "ich hab keine Zeit" wie beim Hilliminator kommt nicht in Frage, da man 24h am Tag und noch bis Sonntag fahren kann. Ich bin also gespannt auf eure Zeiten bzw. Ausreden.
Und nun möge sich die Kommentarspalte mit Beiträgen füllen.

Liebe Grüsse und bis bald

IWantToRideMyBycicle alias Jensis